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Queerer Pfarrer Tim Lahr als „Person des Jahres“ für „EXPRESS QUEER AWARDS 2024“ nominiert – jetzt mitmachen

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Tim Lahr, queerer Pfarrer in Köln, ist als „Person des Jahres“ für die EXPRESS QUEER AWARDS 2024 nominiert worden. Bis einschließlich 8. Juni 2024 haben Leserinnen und Leser die Möglichkeit, für ihre Favoritinnen und Favoriten abzustimmen und somit ihre Stimme für jene abzugeben, die sich in besonderem Maße für die queere Community einsetzen. Hier können Sie jetzt abstimmen!

Mit der Bewegung „Queere Kirche“ organisiert Tim Lahr zusammen mit seinem Team viele queere Veranstaltungen und setzt sich für eine „inklusive Kirche“ ein, in der „Verletzungen geheilt, Vertrauen aufgebaut und Diskriminierung bekämpft wird“. Tim Lahr klärt außerdem über Glauben und LGBTQIA+ auf seinem Instagram-Account „amen_aber_sexy“ auf.

Tim Lahr äußert sich erfreut über die Nominierung und betont, dass es ihm nicht darum geht zu gewinnen, sondern dass die Nominierung positive Aufmerksamkeit für das Thema generiert: „Es ist einfach schön, wenn die Arbeit gesehen wird. Für mich ist es eine Ehre, nominiert zu sein – und ich finde auch die anderen beiden Kandidaten toll.“

Das zweite Jahr in Folge zeichnet die Redaktion von express.de Menschen aus, die sich besonders für die LGBTQIA+-Community einsetzen und sich für Toleranz und Akzeptanz engagieren. Die Auszeichnungen umfassen die folgenden Kategorien: Person des Jahres, Drag des Jahres, Ally des Jahres (neu), Gemeinnützige Organisation des Jahres und Entertainer oder Entertainerin des Jahres (neu). Die Gewinnerinnen und Gewinner in den fünf Kategorien werden am 19. Juli 2024 im Rahmen der „Queer-Night – powered by EXPRESS und Radio Köln“ auf der Bühne beim CSD-Straßenfest in Köln (Cologne Pride) gekürt.

Tim Lahr

Tim Lahr wurde am 15. September 1989 in Bonn geboren. Nach dem Abitur machte er einen „Freiwilligen Friedensdienst“ in Matagalpa (Nicaragua). Dort arbeitete er an einer Förder-Grundschule. Im Anschluss studierte er evangelische Theologie in Bonn und in Rom bei den Waldensern. Nach seinem Vikariat an der Kartäuserkirche Köln von Oktober 2017 bis April 2020, währenddessen er den Kartäusergarten als Gemeinschaftsgarten gründete, ging Pfarrer Tim Lahr 2020 als ausgebildeter Pfarrer an die Thomas- bzw. Christuskirche in Köln. Auf Instagram wirbt Tim Lahr für eine queere und weltoffene Kirche und hat inzwischen tausende Follower, analog bringt er Menschen über außergewöhnliche Gottesdienste, über Partys unter dem Motto „Queer as Hell“ oder über die Seelsorge zusammen. Die Queere Kirche Köln ist einer der Erprobungsräume der Evangelischen Kirche im Rheinland und soll ein sicherer Ort für queere Menschen sein.

Tim Lahr, der offen seine Homosexualität kommuniziert, erinnert sich daran, dass es ihm als junger Erwachsener auch nicht so leichtfiel, sich zu outen. Er blickt zurück: „Ich hätte damals gerne Menschen als Vorbilder gehabt, die mir ein Stück Sicherheit hätten geben können. So jemand möchte ich nun sein.“ Er thematisiert auf seinem Kanal amen_aber_sexy beispielsweise: „Warum mein Outing beim Handball schwerer war als bei der Kirche“, „Mach dich locker, Kirche“, „Pastors life! Sunday is funday!“. Er setzt sich für queere Menschen ein, tanzt gerne in seinen Videos und thematisiert auch ernste Themen mit einem Augenzwinkern. Er erklärt. „Social Media mache ich, weil es ein wunderbarer Weg ist, sich mit Menschen zu connecten und eine Community aufzubauen.“

Lahr glaubt ganz fest daran, dass Gott nahe und vielfältig ist, „so vielfältig wie die Menschen und das Leben, denn wir sind von seiner Art“. Lahr will niemand Gott aufzwängen, denn er glaubt, „Gott ist längst da. Ich möchte davon erzählen, wo ich Gott gesehen und gespürt habe.“

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Text: APK
Foto(s): Nadine Heller-Menzel

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