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Erstes Kölner Konficamp in Wegberg: Skamusik, offener Austausch und ganz viel gute Laune

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Flora, Luzie und Paulina schütteln den Kopf – nein, sie mussten nicht lange nachdenken, ob sie am ersten KonfiCamp der Kirchengemeinden aus den Kirchenkreisen Köln-Mitte, Köln-Nord und Köln-Rechtsrheinisch teilnehmen wollten. Sie sind sich sehr einig, dass die vier Tage in der Mühlenstadt Wegberg, nahe der holländischen Grenze, unter dem Motto „Beziehungen erleben – RealAtionship“ in Haus St. Georg eine „richtig coole Idee“ waren. Die Mädchen finden es spannend, auf der großen Wiese im Zelt zu schlafen, sind überzeugt, dass die Gemeinschaft mit den anderen rund 150 Konfirmandinnen und Konfirmanden aus sieben Gemeinden in drei Kirchenkreisen eine tolle Sache ist. Und sie berichten lachend davon, wie sich nachts der „My Lighthouse-Gesang“ von Zelt zu Zelt fortsetzte.

Paulina lobt vor allem auch die rund 60 Teamerinnen und Teamer, die, wie sie sagt, nicht nur immer ein offenes Ohr haben, sondern auch sehr auf die jungen Leute eingehen und deren Gedanken ernst nehmen. Im Team sind Pfarrpersonen ebenso wie ehemalige Konfirmandinnen und Konfirmanden. Alle haben das Gefühl: Wir sind gar nicht so wenige, alle genießen den Austausch auf Augenhöhe miteinander. Luzie fand besonders den Abend mit den drei Bands super, zu dem die christliche Skaband „October Light“ sogar extra aus Kroatien anreiste. Das gemeinsame Tanzen habe die ohnehin schon gute Gemeinschaft weiter gestärkt, ist sie überzeugt. Flora nickt und sagt: „Genau diese Gemeinschaft ist das Besondere an diesem Camp.“

Wie positiv und konstruktiv die Stimmung auf dem großen Gelände rund um das Haus St. Georg ist, spüren auch die Besucher. Torsten Krall, Superintendent in Köln-Rechtsrheinisch, und Markus Zimmermann, Superintendent im Kirchenkreis Köln-Nord, sind zu Gast und kommen schnell ins Gespräch. Torsten Krall (53) blickt auf seine Konfirmandenzeit zurück: „Die Freizeiten damals habe ich als Momente empfunden, in denen ich mit anderen in Ruhe ins Gespräch kommen konnte. Ohne diese Erlebnisse wäre ich vermutlich der Kirche nicht so eng verbunden geblieben. Daher finde ich dieses KonfiCamp hier einfach großartig!“

Ein Gefühl von großer evangelischer Gemeinschaft für Jugendliche

Markus Zimmermann holt das Ganze in die Gegenwart und betont: „Wir werden als Kirche kleiner – umso wichtiger ist es, dass wir uns kennenlernen und vernetzen. Es geht darum, auszuloten, wie wir positiv voneinander profitieren können, denn wir müssen noch viel mehr miteinander unterwegs sein.“ Ein guter Baustein dazu sei das KonfiCamp, indem sich schon die Jugendlichen der unterschiedlichen Gemeinden kennenlernen, in Workshops und beim Sport, beim Essen, Singen und Beten sowie im Gottesdienst miteinander in Kommunikation treten.

Als Steuerungsteam waren Jugendleiterin Ina Fimpeler, Nina Paganotto, Jugendreferentin beim Evangelischen Jugendreferat Köln und Region, und Pfarrer Christoph Rollbühler dabei, die angekündigt hatten: „Wir wollen ein Gefühl von großer evangelischer Gemeinschaft für Jugendliche erlebbar machen“ – was offensichtlich gelungen ist.

Ina Fimpeler hat den Kontakt zum Haus St. Georg hergestellt, weil sie den Ort von einer Schulung schon kannte. Sie ist auch diesmal begeistert darüber, wie gut alles funktioniert und wie wohl die jungen Leute sich fühlen. Anfängliches Heimweh habe sich sehr schnell gelegt, bestätigt Nina Paganotto lachend, während die Jugendlichen Fußball spielen, das Bistro belagern und ohne Scheu von ihrem Glauben erzählen.

So sagt die 13-jährige Luzie, ihr gebe es viel zu beten: „Das Gebet ist ein Zufluchtsort, in dem ich alles ausdrücken kann.“ Paulina (14) beschreibt ihren Freundeskreis als nicht gläubig, erzählt aber davon, dass ihre Freunde und sie voller Respekt darüber sprechen, dass sie in Bezug auf den Glauben unterschiedlich denken. Und Flora definiert ihren Glauben als ein Gefühl des Geborgenseins innerhalb der Gemeinschaft.

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Text: Katja Pohl
Foto(s): Matthias Pohl/Claudia Keller

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