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Diakoniespende 2023/2024: Lastenrad des „Lokal Vielfalt“ wird Geflüchtete in Köln unterstützen

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Wie konkret und praktisch die Diakoniespende des Kirchenverbandes Köln und Region helfen kann, werden die Kölnerinnen und Kölner ab dem Frühsommer in ihrer Stadt sehen können. Denn das Lastenrad, das sich das Team des Projekts „Lokal Vielfalt“, Empfänger der aktuellen Spende, unter anderem von dem Erlös der Aktion gewünscht hat, ist bestellt und wird im Mai geliefert. Das Besondere an der Diakoniespende: Der Kirchenverband verdoppelt jede Summe bis zu einem Spendenaufkommen von 100.000 Euro.

Das Lokal Vielfalt: Gerahmt und begleitet wird das Projekt durch einen Steuerungskreis. Dazu gehören neben dem Diakonischen Werk Köln und Region auch die Melanchthon-Akademie und mehrere Kirchengemeinden. Bislang erfolgt die Finanzierung vor allem durch Mittel des Diakonischen Werks, durch Fördermittel der Evangelischen Kirche im Rheinland und des Landes NRW sowie einer Unterstützung durch die Kirchengemeinden. Um das Projekt langfristig zu sichern, sind weitere Spendenmittel nötig. Zudem gibt es Kooperationen mit Initiativen und Organisationen, um eine stärkere Vernetzung zu etablieren.

Menschen in Unterkünften für Geflüchtete erreichen

Projektleiterin Fenja Petersen konnte am Internationalen Tag des Rassismus ein solches Rad zum ersten Mal bei einer Plakatmalaktion des Projekts ausprobieren und war begeistert. „Unser Rad wird diesem ganz ähnlich sein, aber wir haben noch ein paar weitere Wünsche äußern können“, sagt sie voller Vorfreude. Denn damit die Idee des „Lokal mobil“, das Menschen in Unterkünften für Geflüchtete erreichen soll, auch gut funktioniert, wird das E-Bike mit dem großen Stauraum vorne mit zusätzlichen Schubladen ausgestattet und bekommt eine Platte, die als Stehtisch genutzt werden kann. In die Schubladen will das Team Infomaterial, Kinderspielzeug und natürlich Tee und Kaffee packen, denn über einer Tasse Tee, während die Kinder spielen, kommt es sich leichter ins Gespräch.

Die Gespräche mit den geflüchteten Menschen sollen dazu dienen, Sorgen und Ängste anzusprechen, aber ebenso darüber informieren, wo es Unterstützung gibt und ganz praktisch darüber, wie man diese Anlaufstellen mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht, kündigt Fenja Petersen an. „Diese Angebote sind natürlich kostenlos und, wer möchte, darf selbstverständlich anonym bleiben.“ Sie sei gerade im Gespräch mit der Stadt Köln, welche Unterkünfte das „Lokal mobil“ ansteuern könnte, berichtet sie. Da das Projekt im Kölner Norden, in der evangelischen Nathanael-Gemeinde in Bilderstöckchen, beheimatet ist, wird das Team in der Region dort starten. Doch die Projektleiterin stellt klar, dass das E-Bike einen Radius von rund 100 Kilometern hat: „Wir planen also, etwa zweimal wöchentlich in der ganzen Stadt sichtbar zu werden.“

Derzeit könnten außer ihr nur wenige Ehrenamtliche das Rad nutzen. Daher hofft sie, dass sich im Laufe der kommenden Wochen weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter melden, die am allerbesten sogar zweisprachig sind. „Perfekt wäre es, wenn wir Menschen finden würden, die arabisch, türkisch, ukrainisch oder russisch sprechen, gerne auch französisch. Das wäre uns eine riesige Hilfe.“

Wer Interesse an diesem Ehrenamt hat, erhält weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten auf der Website der Diakonie Köln unter dem Menüpunkt Migration – Lokal Vielfalt.

www.diakonie-koeln.de

Text: Katja Pohl
Foto(s): Fenja Petersen/APK

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